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MACHT DER REITER PLUMPS oder WAS HEISST HIER MISSBRAUCH

Theaterstück von Helga LEITNER

 

Uraufführung im THEATER SPIELRAUM im Oktober 2013

unterstützt von den Bezirken Alsergrund, Landstraße,Margareten und Neubau

 

mit

Anna DANGEL, Stefanie GMACHL, Marie JOHANNSEN,
Andrea NITSCHE, Herbert EIGNER und Alexander NOWOTNY

 

Musik: Maximilian WLACH
Choreographie des Vorspiels: Harald BALUCH
Technik: Manfred NOWOTNY
Dramaturgie und Regie: Günther V. WLACH

Maske: Marlene LENZ

 

Termine für die Wiederaufnahme werden so bald wie möglich hier bekanntgegeben.

Am gestrigen Abend war ich bei Ihrer Vorstellung!
Bin sehr berührt und nachdenklich nach Hause gekommen. 
Lebensnahe und wahre Begebenheiten großartig weitervermittelt.....
das ist Ihnen gelungen.
In meiner Aufgabe bei der Unabhängigen Opferschutzanwaltschaft 
habe ich unzählige Gespräche mit Hilfe von Trauma Experten 
Damen und Herren erlebt. Ich selbst habe die Ausbildung leider nicht,
gestern wurde mir abermals vieles klarer.
Viele Menschen sollen kommen das wünscht 
IHNEN ALLEN sehr
Waltraud Klasnic

 

Roland Schwarz - Pfarrer "Am Schöpfwerk":
„Macht der Reiter plumps“: Das Stück zeigt sehr feinfühlig die Mechanismen auf, die beim Missbrauch von Jugendlichen angewendet werden. Es wird nichts beschönigt, es ist aber auch nicht voyeuristisch. Obwohl die Thematik ernst und die Atmosphäre dadurch zeitweise bedrückend ist, genießt man als Zuseher aufgrund der schauspielerischen Leistung und des Arrangements dennoch fasziniert und gefesselt die Aufführung.
( Diese Meinung wurde auch von seiner Jugengruppe geteilt, die mit ihm die Aufführung besuchte. )

Unter den Meinungen von Menschen, die das Stück besuchten, herrschten vor: AUTHENTIZITÄT und KATHARSIS, sowohl bei Kapazitäten auf medizinischem Gebiet wie auch bei einer Besucherin, die als  ehemaliger geschlagener Heimzögling doppelt von der Thematik betroffen war.

 

BEMERKUNGEN DER SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER der
7. und 8. Klasse des BRG 18, Schopenhauerstraße, nach dem Besuch des Theaterstücks:

 

Ich fand das Stück sehr gut. Es hat mich auch zum Nachdenken gebracht !

Ich finde auch, dass die Hauptdarstellerin die Abneigung gegenüber dem Wort „Missbrauch“ gut erklärt hat. Die Behandlung des Themas war gut gemacht.

Es wurde nicht dramatisiert oder abgeschwächt, das Thema war dargestellt, ohne ein „großes“ Drama daraus zu machen.

Die Rollen waren interessant beleuchtet. Mir persönlich hat es gut gefallen, die verschiedenen Entwicklungen zu sehen. Auch die verschiedenen Arten, diese Ereignisse zu verarbeiten, und aber auch in einer gewissen Art gleich zu verarbeiten.

Der Anfang war ganz anders, als ich es mir vorgestellt hätte.
Als die Schauspieler angefangen haben, zu tanzen. Aber durch diese Tänze wurden sehr gut die Gefühle der einzelnen Personen ´rübergebracht.

 

Was ich sehr gut fand, war der Aufbau des Theaterstücks.
Weiters haben die einzelnen Schauspieler die Figuren super gespielt.
Auch dieses „Paar“ von zwei missbrauchten Personen, die ohne jegliche Berührung und Intimität zusammenleben, um einfach jemanden zu haben, der einen versteht, fand ich sehr interessant und gut dargestellt.

Ich fand es sehr spannend, zu sehen, wie sich der eine Charakter dem anderen geöffnet hat. Was ich mir noch immer sehr gut gemerkt habe, was ich auch am spannendsten fand, war die Erzählart der vier Jugendlichen, wie sie oft alleine beide Rollen als Täter und Opfer gespielt haben.

Was mir auch wirklich gut gefallen hat, war das Ende, wo alle vier vor dem Gericht waren, und man gesehen hat, was aus ihnen geworden ist, ob gut oder schlecht.

Ich bin aus dem Theater sehr berührt / betroffen gegangen, habe lange darüber nachgedacht und zu Hause auch mit meiner Mutter eine Unterhaltung geführt.

 

Das gesamte Leid geht vom Lehrer aus.

Missbrauch ist auch ein Machtspiel zwischen Täter und Opfer. Die Opfer sind introvertiert, zurückhaltend und verlieren ihr Selbstbewusstsein.
Die Täter sind in einer Machtposition und können so viel Druck ausüben.
Durch die ersten Szenen wird die Hilflosigkeit dargestellt.

 

Am Anfang, als die Hauptperson in ihr Tagebuch gesehen hat, haben andere einzeln getanzt und sind dann ins Freeze gegangen. Das Tanzen war intensiv, und die Musik dazu bedrohlich. Die Musik war auch eine Art „Thema“. Sie ist immer wieder gekommen, wenn der Lehrer „da“ war.

Die Entwicklung der 4 Jugendlichen zwischen Anfang und Ende ist sehr unterschiedlich. Sie wurden vom Lehrer auch anders misshandelt.
Da das eine Mädchen körperlich misshandelt wurde, ist ihr Absturz am stärksten.

Man denkt darüber nach, wie es einem selbst überhaupt geht.

Die Schauspieler haben mir gezeigt, mit welcher Angst man leben muss, wenn man missbraucht / gequält/ gekränkt wird.

 

Das Theaterstück hat mich lange zum Überlegen gebracht. Ich war nach dem Stück schockiert, wie es ausgegangen ist. Als Opfer wirst du missbraucht und hast in der Zukunft große Komplexe.

Jedes der Opfer hat in Zukunft große psychische Probleme.
Ich hatte eine Zeit lang auch Angst. Beispielsweise, als die Schauspieler gezeigt haben, wie sie missbraucht wurden, mit welcher Aggression/Angst/ Gewalt sie ständig leben mussten.

 

Noch immer werden Menschen missbraucht.

Doch jeder Mensch hat das Recht auf Freiheit. Kein anderer kann ihm diese wegnehmen. Jeder hat das Recht auf eigene Meinung, sein Leben so zu führen, wie er / sie mag.

Insgesamt denke ich, dass die Gewalt und der Missbrauch extremst gezeigt wurden. Natürlich ist das genau so gezeigt worden, wie es auch in der Wirklichkeit ist, aber für Personen wie mich, die so etwas noch nie miterlebt haben oder davon gehört haben, war es schon sehr hart.

Das Thema Missbrauch wurde von der Seite der Opfer beleuchtet, was ich zur Abwechslung sehr gut fand, denn meist erfährt man nie etwas darüber, was und wie es wirklich passiert ist.

 

Den Tanz am Anfang des Theaterstückes konnte ich zu Beginn nicht verstehen, auch wenn ich wusste, dass das Thema „Missbrauch“ ist.
Erst als der Tanz der Schauspieler zu Ende war, konnte ich mir etwas darunter vorstellen. Ich denke, dass die jeweilige Person ihre
( unterdrückten ) Gefühle ausdrücken wollte. ( Schreien, im Raum herumlaufen...) 

Das Stück hat sehr gut gezeigt, wie sich Menschen fühlen, die missbraucht werden und warum sie es zum Beispiel niemandem sagen. Am besten hat mir der Satz gefallen, als eine Schauspielerin gesagt hatte, warum man eigentlich „Missbrauch von Kindern“ sagt. Und sie fragte, ob es normal ist, ob man Kinder „gebrauchen“ kann.